Prozesse in der Produktentwicklung verändern

Im Bereich der Entwicklung neuer Produkte haben sich die Grundbedingungen stark verändert. Immer mehr Anforderungen stürzen auf die Ingenieure ein, die Produktentwicklung wird komplexer und dauert mehr Zeit. Nicht nur bei Großprojekten sind  Meilensteinverschiebungen und Qualitätsprobleme typische Zeichen der wachsenden Komplexität. Durch die stärkere Einbindung von Zulieferern ist auch der Entwicklungsprozess schwieriger geworden, wenn auch Ansätze, wie die Reifegradabsicherung,bei der Bewältigung der Herausforderungen helfen.

Erfolgreiche Projekte in der Produktentwicklung

Ein erfolgreiches Produktentstehungsprojekt ist durch folgende Kennzeichen charakterisiert:

  • Das Produkt (Ergebnis des Projekts) begeistert die Kunden;
  • Das Produkt lässt sich mit einer guten Marge an die begeisterten Kunden verkaufen;
  • Das Produkt ist in der Produktion und Supply Chain ohne Probleme;
  • Das Projekt hat das Produkt termingerecht entwickelt und
  • Das Projekt ist insgesamt für das Unternehmen wirtschaftlich erfolgreich.

Daher gilt es im Rahmen der Produktentstehung frühzeitig ein Grundkonzept für das Produkt zu verabschieden, das auf die erwarteten Wünsche der Kunden ausgerichtet ist. Henry Ford wird zugeschrieben: „Wenn ich meine Kunden befragt hätte, was sie wünschen, hätten sie sich schnellere Pferde gewünscht“, es geht darum, ein interessantes Gesamtprodukt zu spezifizieren und in den Markt zu bringen. Gute Beispiele sind der Ipod oder das Iphone von Apple, die z.T. als Spätkommer einen Markt neu definiert haben.

Das Produkt muss dann wirtschaftlich sein, d.h. die Kosten müssen für die Produktentwicklung jederzeit im Fokus sein. Ich bin immer wieder erstaunt, wie spät und wie unvollständig Kostenaussagen in der Produktentstehung sind. Die Einbindung von internen Lieferanten (Produktion) und externen Zulieferern ist meist nicht ausreichend geregelt mit der Folge, dass die Produkte deutlich teurer, aufwändiger und problembehafteter sind als erwartet.

Verbesserungsansätze für die Produktentstehung

Wichtige Aufgaben in der Produktentstehung sind die Auswahl der richtigen Projekte und dann diese Projekte richtig auszuführen. Wenn ein Unternehmen zu viele Projekte gleichzeitig in der Entwicklung hat, dann behindern sich die Projekte gegenseitig beim Kampf um die Engpassressourcen in der Entwicklung. Wenn die Anforderungen in der Produktentstehung nicht richtig bekannt sind, dann entstehen die falschen Produkte und diese müssen hinterher wieder korrigiert werden.

Erkennen Sie ein Muster? Meine Projekterfahrungen zeigen: Es ist wichtig, dass die richtigen Entscheidungen zur richtigen Zeit gefällt werden.

Ansatz 1: Einen richtigen Prozess wählen

Es gilt, zunächst einen richtigen Prozess für die Produktentstehung auszuwählen.Es gilt, die in einem Entstehungsprozess immer wieder auftretenden Konflikte dadurch zu lösen, dass rechtzeitig die notwendigen Aufgaben ausgeführt werden. Dazu gehört ein Geben und Nehmen, d.h. das die Entwickler über Konzepte kommunizieren und die nachfolgenden Abteilungen den aktuellen Stand kommentieren können und nicht auf die vollständige Ausarbeitung warten, also tatsächlich mit dem Reifegrad des Produktes arbeiten.

Ansatz 2: Die Entscheidungen richtig treffen

Dann sind die Entscheidungen im Ablauf so gut wie möglich zu unterstützen und so früh wie möglich zu fällen. Es ist für mich immer wieder erstaunlich, welche Entscheidungen auf welche Ebene getroffen werden und für welche Entscheidungen keine vernünftigen Regelungen vorhanden sind. Welche Entscheidungen und zu welchem Zeitpunkt und welche Unterstützung dafür sind wichtige Kriterien für einen erfolgreichen Entwicklungsprozess.

Wie vorgehen zur Veränderung?

Wenn die Produktentstehung als Problembereich erkannt ist, gilt es, die aktuelle Leistungsfähigkeit und die Probleme zu dokumentieren. Wenn die Prozesse und Abläufe mit ihren Schwachstellen dokumentiert sind, dann gilt es diese zu ändern. Mit der Erfahrung einer Umsetzungsberatung, wie z.B. BESTgroup, kommen Sie schneller zur Verbesserung, da diese Beratungen schon deutlich mehr Erfahrungen bei derartigen Veränderungsprojekten haben.

Über Torsten Becker
Geschäftsführer der BESTgroup Consulting & Software GmbH http://www.bestgroup.eu, Autor des Buches Prozesse in Produktion und Supply Chain optimieren , Springer-Verlag, Berlin.

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